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Skipper Bootshandel

Internetbetrug im Yachtcharter-Bereich

22. April 2012 09:00 in Charter

Berlin, den 22. April 2012: Der Arbeitskreis Charterboot (AKC) warnt vor Schwarz-Charter-Anbieter.

Es sind verlockende Angebote, allerding unseriöser Yachtcharter-Anbieter. Auf Probleme mit der seit Jahren unverändert hohen Zahl an "Schwarz-Charterangeboten" weist der Arbeitskreis Charterboot (AKC) im Bundesverband Wassersportwirtschaft hin. "Sowohl Vercharterern als auch deren Kunden drohen sowohl finanzielle Konsequenzen als auch Konflikte mit Behörden", erklärte Reinhard Klemme, Vorsitzender des AKC.

Die Masche: in Kleinanzeigen werben Bootsbesitzer um Interessenten für Kojencharter oder bieten gleich das komplette Yachtcharter-Schiff an. Beim Erstkontakt klingen die finanziellen Konditionen fantastisch. Die geforderten Summen liegen in der Regel erheblich unter den marktüblichen Preisen. Der Grund ist zumeist, dass es sich um private Angebote handelt, bei denen manchmal überdies der Anschein erweckt wird, dass eine professionelle Firma im Spiel ist.

Dann ist besondere Vorsicht geboten: Denn reguläre Yachtcharter-Schiffe müssen erheblich mehr Bedingungen erfüllen als private Boote. Für die Kojencharter müssen die Schiffe von der BG Verkehr abgenommen werden und der Schiffsführer hat eine besondere Befähigung nachzuweisen. Ist das nicht der Fall, drohen bei einem möglichen Unglück Sanktionen von der Staatsanwaltschaft und der Verlust der Versicherungsdeckung. Bei der Vermietung kompletter Yachtcharter-Schiffe sind ebenfalls Regeln zu beachten. Alle zwei Jahre muss das Wasser- und Schifffahrtsamt das Schiff abnehmen. Die Ausrüstung, beispielsweise Rettungswesten, Rettungsinseln und Pyrotechnik sowie Feuerlöscher, ist im Gegensatz zu privat genutzten Schiffen zwingend vorgeschrieben.

Tipps gegen betrügerische Angebote im Bereich Yachtcharter

 

Weil manche Eigner nicht offen als Privatleute auftreten, sondern den Eindruck erwecken, mit der Vercharterung habe alles seine Richtigkeit, gibt der AKC Tipps, wie die "schwarzen Schafe" außer an extrem günstigen Preisen noch zu erkennen sind: Der "Unternehmensauftritt" im Internet, auf Briefpapier oder auf Flyern wirkt oft nicht sehr professionell. Es fehlen die korrekte Unternehmensbezeichnung, verantwortliche Ansprechpartner, USt-ID und Steuernummer, Bankverbindung  oder ggf. auch Handelsregisternummern und die Gesellschaftsform.

Wichtig sei es für Interessenten, sich  in Zweifelsfällen immer das Bootszeugnis zeigen oder sich eine Kopie schicken zu lassen. Die Kopie der Versicherungspolice ist ebenso ein Indiz. Außerdem sollte man darauf achten, dass sich die Sicherheitsausrüstung in einem ordnungsgemäß gewarteten Zustand an Bord befindet.

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